BEI

 

Internationales Symposium zur Prionenforschung
Wissenschaftler beraten Strategien für Blutersatz

 

Langen (pte, 16. April 01/09:00) - Das Paul-Ehrlich-Institut http://www.pei.de  wird ein wissenschaftliches Symposium über Fortschritte in der Transfusionsmedizin durchführen. Die zweitägige Veranstaltung soll im Juni stattfinden und wird gemeinsam mit der International Association for Biologicals (IABs) http://www.iabs.org/ sowie der Royal Society of Medicine (RSM) http://www.roysocmed.ac.uk/  durchgeführt. Schirmherrin ist die deutsche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.

Experten werden einen umfassenden Überblick über Entwicklungen zum Thema Sicherheit von Bluttransfusionen geben. Mit dem Symposium wolle man ein Forum schaffen, um Erfahrungen bei der Bekämpfung bekannter viraler Erreger wie HIV oder Hepatitisviren auszutauschen, erläuterte Institutsleiter Johannes Löwer den wissenschaftlichen Hintergrund. Gleichzeitig sei auch beabsichtigt, Strategien gegen neue Erregertypen wie Prionen zu erarbeiten. Zahlreiche Operationstechniken und Therapieformen seien ohne die Möglichkeit eines Blutersatzes nicht denkbar, so Löwer. Deren Übertragung durch Blut könne bisher nicht ausgeschlossen werden.

Prionen werden als Erreger von BSE und der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob Erkrankung angesehen. Das Paul-Ehrlich-Institut arbeitet intensiv an der Forschung und Entwicklung neuer Impfstoffe unter anderem gegen BSE.