EP
an vorderster Front für eine Deckelung von Bonuszahlungen
für Banken
Über
den zwischen dem Unterhändlerteam des EP und dem Rat
vereinbarten Text über Kapitalanforderungen von Banken
und Bonuszahlungen werden die Abgeordneten am Dienstag
debattieren und am Mittwoch abstimmen. Die
Berichterstatterin des Parlaments hat während des
gesamten Prozesses auf Beschränkungen für Boni gedrängt.
Der ausgehandelte Entwurf sieht nun die erste Deckelung
von Bankerboni überhaupt vor.
Finanzaufsicht:
Zeit, einen Gang höher zu schalten
Am
Dienstag wird das Parlament über das Gesetzespakt zur
Finanzaufsicht debattieren. Dabei geht es um die
Finanzaufsicht auf EU-Ebene sowie um Zuständigkeiten und
Befugnisse der europäischen Aufsichtsbehörden. Die
Abstimmung ist für Mittwoch geplant.
EP
stimmt über neues SWIFT-Abkommen
ab [Abkommen,
Stand 24.06.2010] [Plenarsitzungsdokument]
[Empfehlung]
[angenommener
Text]
Vor
vier Monaten hat das Parlament das SWIFT-Abkommen
zum Austausch von Bankdaten
mit den USA gekippt. Am kommenden Donnerstag werden
die Abgeordneten nun über das neue Abkommen abstimmen, in
das auf Druck des Parlaments Schutzklausen aufgenommen
wurden. Auch soll mit den Arbeiten an einem europäischen
Gegenstück zum amerikanischen "Terrorism Finance
Tracking Programme" (TFTP) begonnen werden, das den
massenhaften Datentransfer in Drittländer verhindern
soll. [Datensicherheit?]
[Wirtschaftsspionage?]
[cenjur-Foto zum
EU/USA-Abkommen SWIFT] [SWIFT-Bericht
cenjur]
Abgeordnete
fordern Stärkung der Fahrgastrechte für Busreisende
sowie im See- und Binnenschiffsverkehr
Fahrgäste,
die mit dem Schiff reisen, sollen neue Rechte erhalten, ähnlich
denen im Flugverkehr. Eine Einigung mit dem Ministerrat
wird für die kommende Woche erwartet. Die neuen
Rechtsvorschriften decken Entschädigungen bei Verspätungen,
Zahlungen im Fall von Unfällen und Hilfeleistung für
behinderte Fahrgäste ab.
"Novel-Food":
Nein zu Fleisch von geklonten Tieren
Fleisch
und Molkereiprodukte von geklonten Tieren und ihren
Nachkommen könnten in der Europäischen Union verboten
werden, sollte das Parlament den Änderungsanträgen des
Umweltausschusses für ein neues Gesetz zu "Novel-Food"
folgen.
Strengere
Regeln für Industrieemissionen
Die
Abgeordneten werden sich voraussichtlich auf strikte
Regeln für Luftverschmutzung durch die Industrie
festlegen. Diese Bestimmungen werden somit die Grenzwerte
für Stickoxide, Schwefeldioxide und Staubpartikel, die im
besonderen Maße gesundheits- und umweltschädlich sind,
beschränken.
Auswärtiger
Ausschuss unterstützt Islands EU-Beitritt
Das
EP wird am Mittwoch über die Entscheidung der Staats- und
Regierungschefs debattieren, Beitrittsverhandlungen mit
Island aufzunehmen. Der Ausschuss für auswärtige
Angelegenheiten begrüßt zwar einen möglichen EU-Betritt
Islands, betont allerdings, dass der Streit um Rückzahlungen
an die britische und niederländische Regierung bilateral
gelöst werden müsse.
Abstimmung
über den künftigen Europäischen Auswärtigen Dienst
Das
von den EP-Unterhändlern ausgehandelte Abkommen über die
Organisation und Arbeitsweise des Europäischen Auswärtigen
Dienstes (EAD) steht kommende Woche auf der Agenda des
Europäischen Parlaments. Nach der Abstimmung im federführenden
Auswärtigen Ausschuss am Dienstag wird am Donnerstag im
Plenum darüber abgestimmt.
Produkte
aus illegal gefälltem Holz sollen für den EU-Markt
"verboten" werden
Derzeit
haben Verbraucher keine 100%-ige Sicherheit, dass die von
ihnen gekauften Möbel aus legal gefälltem Holz
hergestellt sind. Schätzungsweise 20 % des auf dem
EU-Markt gehandelten Holzes stammen von illegal
geschlagenen Bäumen. In den von den EU-Abgeordneten seit
langem geforderten Rechtsvorschriften sollen illegaler
Holzeinschlag verboten und skrupellose Händler bestraft
werden.
Ölkatastrophen
- Risiken, Haftung und wie sie zu verhindern sind
In
Anbetracht der jüngsten Umweltkatastrophe im Golf von
Mexiko wird das Parlament gemeinsam mit Rat und Kommission
über die Risiken von Ölbohrungen und Ölgewinnung
diskutieren. Die Debatte wird Mittwochabend in Straßburg
stattfinden.
Belgien
übernimmt EU-Ratsvorsitz von Spanien
Spaniens
Premierminister José Luis Rodríguez Zapatero wird am
Dienstag Bilanz über die vergangenen sechs Monate
spanischer Ratspräsidentschaft ziehen. Am Mittwoch wird
dann der belgische Premierminister Yves Leterme um 9 Uhr
das Programm des belgischen Ratsvorsitzes vorstellen.