Spanier entwickeln Test zum Aufspüren von Tiermehlspuren in Fleisch

 

Madrid, 21. Februar (AFP) - Spanische Wissenschaftler haben einen Test entwickelt, der es ermöglicht festzustellen, ob ein Rind mit Tiermehl ernährt worden ist. Damit könnten Verstöße gegen das Tiermehlverbot leicht nachgewiesen werden, sagte der Biochemiker Antonio Delgado vom Spanischen Rat für Wissenschaftliche Forschungen am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Demnach sind 99 Prozent der Fälle des Rinderwahnsinns BSE auf die Verfütterung von Tiermehl zurückzuführen. Bei herkömmlichen BSE-Tests werde die Krankheit durch den Nachweis von Prionen, den Erregern der Seuche, festgestellt. Dies sei mit der neuen Methode nicht mehr nötig, sagte Delgado.

Das Verfahren besteht den Angaben nach darin, die Menge einer bestimmten Stickstoffart im Fleisch, dem Blut oder dem Fell des Tieres zu messen. Bei Ernährung mit tierischen Produkten falle eine höhere Menge dieser Stickstoffart an, als bei pflanzlicher Ernährung. Durch einen einfachen Test zweimal im Jahr könne ein Tierarzt die mögliche Ernährung mit Tiermehl feststellen, versicherte der Wissenschaftler. Die Fehlerquote des Test liegt demnach bei zwischen 0,1 und 0,2 Promille. Allerdings sei die Methode unwirksam, wenn eine Kuh nur einmal in ihrem Leben mit Tiermehl gefüttert
wurde.