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Zum Atom-Skandal – ohne Worte |
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Von: Dr. Hermann-Josef Seggewiß, Journalist |
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An: Gudrun Seidl |
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02. Oktober 1999-10-03 |
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Sehr geehrte Frau Seidl, Sie erhalten meine Beiträge über die nicht umgesetzte EU-Richtlinie und den Kommentar, den ich dazu verfasst habe. Sollte Ihnen so manche Formulierung wie von gestern erscheinen, denken Sie bitte daran, dass die Texte aus dem Herbst 1998 stammen.
Beide Texte - der nachrichtliche Beitrag und der Kommentar - sind damals an ein gutes Dutzend Zeitungen in diversen deutschen Bundesländern gegangen. Als einziges Blatt hat die Offenbach-Post damals den ersten Text – allerdings nicht den Kommentar - veröffentlicht. Die anderen Blätter haben mein Angebot in der Regel kommentar- und reaktionslos ignoriert.
Auf Nachfrage bekam ich von einem Chefredakteur die Auskunft, der Beitrag sei erstens zu lang und befasse sich zweitens mit einem Thema, das die Leserschaft wohl kaum interessiere.
Übrigens: Auch eine große deutsche Nachrichtenagentur bekam den Text angeboten. Sie lehnte mit dem Hinweis ab, dass sie in der Regel nur Beiträge aus dem eigenen Hause verarbeiteten und an ihre Kunden weitergäben. MfG Hermann-Josef Seggewiß
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Sehr geehrter Herr Dr. Seggewiß, für Ihre Information zur nicht umgesetzten EU-Richtlinie 618 aus 1989 danke ich Ihnen sehr und muß Ihnen die betrübliche Mitteilung machen, dass all das, was Sie schreiben, bis heute noch traurige Realität ist. Ihr Stand vom Herbst 1998 zu dieser Richtlinie trifft bis zum heutigen Tage zu - über ein ganzes Jahr später und das, obwohl ich, wie aus meiner WEB-Seite bei SEIDL-Info ersichtlich, am 04. bzw. 05. Februar 1999 die gesamte Bundesregierung ausdrücklich auf die fehlende Umsetzung dieser für den gesamten Bevölkerungsschutz wichtigen Richtlinie hingewiesen habe.
Auch heute zur Verdeutlichung: was wäre, wenn der atomare Zwischenfall in Japan nicht beherrschbar geworden und sich die Kettenreaktion fortgesetzt hätte, mit der WELTBEVÖLKERUNG? Was wäre, wenn sich ein solcher Unfall an der österreichischen Grenze zu Tschechien oder der deutschen Grenze zu der Schweiz oder Frankreich ereignet hätte...?!
Ich wage nicht weiterzudenken - die Richtlinie nicht umgesetzt - an das Ende eines Volkes, das finanzielle Ende des Staates - oder hat man über all das Reden der Politiker über den Ausstieg Deutschlands aus der "Atom"energie die Realität aus den Augen verloren, die Amtshaftung, den Amtseid vergessen?
Noch etwas ist mir unerklärlich: deutsche Kernkraftwerksbetreiber und Betreiber von Versuchsreaktoren informieren zwischenzeitlich von sich aus gemäss der EU-Richtlinie die Bevölkerung (siehe KernForschungsanlageJülich in Jülich bei Aachen), obwohl dies nicht ihre Aufgabe, sondern die der Bundesregierung ist. Welch ein makaberes Spiel spielt da eigentlich unsere Regierung mit der Bevölkerung, wenn sie permanent über den Ausstieg debattiert, anstatt endlich die Richtlinie umzusetzen, die unser Volk schützt? Welch ein makaberes Spiel spielt die grosse Nachrichtenagentur sowie die anderen von Ihnen angeschriebenen Presseorgane mit uns, wenn sie Berichte wie den Ihren nicht annehmen, ja sogar für nicht wissenswert seitens der Bevölkerung hält; das ist ja ein weiterer Skandal! - Nachdenklich - Gudrun Seidl |
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( Nachrichtlicher Beitrag Dr. Seggewiß ) |
( Kommentar Dr. Seggewiß ) |
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