Forderung von cenjur® für unsere Jugend:

 

Dass wir es bei BSE mit einer weltweiten Epidemie zu tun haben, wovor kein Land der Welt geschützt ist, sagt cenjur permanent. Nun kommen die Meldungen vom anderen Kontinent. Wir gehen völlig falsch mit dieser Epidemie um.  cenjur fordert folgende Massnahmen zur Epidemie-Bekämpfung:

 
  1. Das Vereinigte Königreich als Hauptseuchenherd ist sofort unter Quarantäne zu stellen (Frage: wieso ist das bis jetzt noch nicht geschehen?)

  2. Zuwiderhandlungen im Bereich Lebensmittel werden nicht mehr mit Ordnungs- oder Bussgeld durch Verwaltungsbehörden geahndet, sondern mittels Strafbefehl seitens der Gerichtsbarkeit. Verstösse im Lebensmittelbereich sind, wie bereits mitgeteilt, keine Kavaliersdelikte, sondern kriminelle Straftaten, die entsprechend von Gerichten zu ahnden sind und die Täter als Vorbestrafte gelten, was bei Ordnungs- oder Bussgeldern nicht der Fall ist.

  3. Die Höhe des Strafbefehls richtet sich nach den Einkommensverhältnissen und der Schwere des Verstoßes. Verstößt zB ein Futtermittelhersteller, Betreiber einer Tierkörperverwertungsanstalt (bei staatlichen Stellen der Verantwortliche) oder Verbrennungsanlage gegen Futtermittelgesetze oder Verordnungen, liegt der Mindestsatz bei DM 50.000,-- mit nach oben hin offener Grenze. Gleiches gilt im Bereich Veterinärmedizin. Die behördlichen Stellen, die ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Kontrolle nicht nachkamen oder nachkommen, sind künftighin ebenfalls zu bestrafen, wie ja auch die Mitgliedstaaten durch den Europäischen Gerichtshof bestraft werden können. Frau Dr. von Wedel und dem Bund der Steuerzahler sei an dieser Stelle der Hinweis gegeben, dass bisher der Staat bei Verurteilungen durch den Europäischen Gerichtshof in Vertragsverletzungsverfahren diese Gelder aus dem Steuersäckel seiner Steuerzahler gezahlt hat, obwohl der Steuerzahler für die Nichteinhaltung von Fristen und Umsetzungsfristen nicht verantwortlich zeichnet, sondern die Regierung. Mit Schreiben vom 04.02.1999 an die bundesdeutsche Regierung teilte SEIDL folgendes diesbezüglich mit: "Zwangsgeld: wer weiß, dass dies einen Tagessatz (!) von Euro 30.000 für Luxemburg und Euro 791.293 für Deutschland beträgt? Wer kennt die Berechnungsmaßstäbe, wer weiß schon, dass Deutschland das 26,4-fache von Luxemburg zu zahlen hat? Wer weiß schon als EU-Bürger oder Journalist, dass die Berechnung in dem Kommissionsbericht 597DC0299 zu finden ist?" Milliarden, die der Bund seinen Bürgern durch Schlampigkeit unrechtmässig entzogen hat.

  4. Die EU-Kommission als Hüterin der Verträge ist ebenfalls für Versäumnisse ihrer Kontrollpflichten haftbar zu machen. Das fängt bei Nichtabmahnungen der Mitgliedstaaten wegen Verstoßes gegen das Gemeinschaftsrecht an, geht weiter über das Unterlassen von Nichteinleitung von Vertragsverletzungsverfahren gegen umsetzungsunwillige Mitgiledstaaten und hört bei Nichterfüllung gemeinschaftsrechtlicher Kontrollpflichten auf.

  5. Sofortiger Stop der Bio-Mülltrennung!

  6. Leichen - so makaber und ethisch verwerflich sich das anhören mag, müssen auch in Deutschland auf TSE untersucht werden, um für unsere Jugend als Hauptbetroffene der BSE-Seuche tatsächlich Ausmass und Stadium seitens der Wissenschaft einschätzen zu können. cenjur hat gehört, dass schon seit langer Zeit heimlich in England solche Untersuchungen durchgeführt werden, jedoch die Untersuchungsberichte und Ergebnisse, wie so vieles im Zusammenhang mit BSE auf der Insel, verheimlicht und unter Verschluss gehalten wird. Daher fordert cenjur Kommissar Byrne als

  7. zuständigen EU-Kommissar auf, diesem Gerücht klärend nachzugehen und zu berichten.

Unsere Jugend steht BSE verzweifelt, macht- und hilflos gegenüber. Selbstmordabsichten wegen fehlender Zukunftsperspektiven, da ja BSE tödlich ende, werden ausgesprochen. Was tun wir unserer Jugend an? Wir sind mindestens ihnen gegenüber in der Pflicht alles zu tun, was im Bereich des Möglichen liegt. Dass Umwelt, Mensch und Tier systematisch zerstört werden, liegt nicht an unseren Kindern und an unserer Jugend - es liegt alleine an uns.  Gudrun Seidl, cenjur - 02. Februar 2001

 

Zum Thema Bio-Müll siehe auch unsere bis heute unerledigte Anfrage an Künast vom 10.02.2001