Betreff: BPA-CvD Artikel: Bundeskanzler Gerhard Schröder trifft Kommissionspräsident Prodi Datum: Fri, 15 Mar 2002 10:34:51 +0100 (CET) Von: "Mailinglistenservice cvd.bundesregierung.de" An: Gudrun Seidl Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Artikel Veröffentlicht am 14. März 2002 12:52 Uhr Geändert am 15. März 2002 10:28 Uhr ---------------------------------------------------------------------- Bundeskanzler Gerhard Schröder trifft Kommissionspräsident Prodi ---------------------------------------------------------------------- Am Abend des 14. März 2002 hat sich Bundeskanzler Gerhard Schröder am Rande des Europäischen Rates in Barcelona mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Roman Prodi, getroffen. Hintergrund des Gesprächs: In Deutschland war in letzter Zeit der Eindruck entstanden, die Kommission habe deutsche, industriepolitische Interessen nicht immer ausreichend vertreten. Daran ist Kritik geübt worden. Dies ist ein durchaus übliches Vorgehen: Auch andere EU-Mitgliedsstaaten haben dies getan, wenn sie ihre Interessen nicht ausreichend beachtet glaubten. Am Morgen des 15. März bezeichnete Gerhard Schröder das Gespräch als "konstruktiv" und "wichtig". Ein wichtiger Gesprächspunkt sei die Übernahmerichtlinie gewesen. Der Kanzler betonte, man dürfe bei solchen Gesetzen nicht nur auf Europa blicken. Auch das Verhältnis der amerikanischen und deutschen Wirtschaft müsse man bedenken. Die starke deutsche Wirtschaft sei insbesondere Übernahmebegehren ausgesetzt. EU-Richtlinie für Fimenübernahme gescheitert Regelung zur Firmenübernahmen in Deutschland Auch die Besonderheiten in Ostdeutschland habe er erläutert. Es müsse geschafft werden, dort noch mehr Industrie anzusiedeln. Das hieße, Industrieanlagen staatlich zu fördern. Derartige Subventionen werden von der Europäischen Kommission in Brüssel überwacht. Weiter hat der Kanzler Roman Prodi verdeutlicht, dass die EU sich in ihrer Industriepolitik nicht überwiegend auf Dienstleistungen konzentrieren dürfe. Auch die differenzierte Industriestruktur Deutschlands, wie die Chemie- und Automobilindustrie, müsse berücksichtigt werden. Gerhard Schröder zeigte sich überzeugt, bei den Verhandlungen im Europäischen Rat mit Frankreich einen Kompromiss zur Liberalisierung der Energiemärkte zu finden. Informationen zum Europäischen Rat in Barcelona. ----------------------------------------------- Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Chef vom Dienst