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Deutsche Vergangenheitsbewältigung oder CIA lässt grüssen!?

Stasi markierte verdächtige Personenmit stark
radioaktiven Chemikalien

Bisherige Gerüchte bestätigt
Vermutlich Ursache für Krebstod vieler Dissidenten


 

Berlin (pte, 4. Jänner 01/14:21) - Laut Klaus Becker von der Organisation Radiation, Science, and Health (RSH) http://cnts.wpi.edu/RSH/index.html  hat die Stasi während des kalten Krieges stark radioaktive Chemikalien benutzt, um verdächtige Personen zu markieren und sie mit Geigerzählern verfolgen zu können. Hinter dem Krebstod vieler prominenter Dissidenten könnte daher möglicherweise die erhöhte Strahlenbelastung stecken, so der Strahlenschutz-Experte.

Die bislang geheimen Unterlagen waren in den Stasi-Archiven in Berlin aufgetaucht, so sein Bericht in der Fachzeitschrift StrahlenschutzPraxis http://www.fs.fzk.de/strlpraxis/ . Schon lange habe man vermutet, dass die Stasi radioaktive Strahlung als Waffe - etwa in Gefängnissen - einsetzte, doch dass sie Radionuklide zum Verfolgen von Personen benutzte, sei bislang völlig unbekannt gewesen. Damit die Beschatteten das Klicken des Geigerzählers nicht hören konnten, trugen die Stasi-Agenten das Gerät unter einem Arm und einen geräuschlosen vibrierenden Alarmanzeiger unter dem anderen Arm. 

Markiert wurden verschiedene Gegenstände wie Kleidung, Geldbeutel und Autos der Opfer - meist mit dem Radionuklid Scandium 46. Die Stasi sprühte sogar ganze Wohnungen ein und konnte so alle Besucher verfolgen, die sich bei den Verdächtigen aufhielten. Dabei waren die Opfer und ihre Angehörigen oft den 150fach zulässigen Strahlenbelastungen ausgesetzt, so Becker.


Sehr geehrte Frau Seidl,

soeben habe ich Ihre neue Internet Seite gelesen: "Auch das ist Deutsche Vergangenheitsbewältigung!" Sie zitieren darin einen Satz aus der Fachzeitschrift Strahlenschutzpraxis: "Schon lange habe man vermutet, daß die Stasi radioaktive Strahlung als Waffe- ......" Ich erlaube mir, als professioneller Strahlenbiologe und sprachbewußter Deutscher (letzteres ist in diesem Fall ausschlaggebend) Sie vor der Verwendung so unsinniger Wortkombinationen zu warnen, selbst, wenn diese in Fachzeitschriften oft unkritisch leider verwendet werden sollten. Im ersten Satz Ihrer Nachricht heißt es ganz richtig:" Laut Klaus Becker.... hat die Stasi während des kalten Krieges stark radioaktive Chemikalien benutzt, um ......" "radio" heißt in der Tat "Strahlen" bzw. "Strahlung" ,also wenn wie üblich im allgemeinen von "radioaktiver Strahlung" gesprochen wird, so heißt das nichts anderes als von "strahlenaktiver Strahlung" zu sprechen. Kompletter Unsinn!!

Dieser Unsinn sollte auch von Juristen nicht imitiert werden. "radioaktiv" also "strahlungsaktiv" sind bestimmte Substanzen. Es gibt bestimmte Isotope unter den Elementen, die Strahlung aussenden, die also radioaktiv ,also "strahlungsaktiv" sind. Klaus Becker ist sich dessen bewußt und hat daher vorbildlich seine Aussage formuliert. Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Laskowski

Anmerkung cenjur:  vielen Dank für Ihren lehrreichen Hinweis, Herr Professor Laskowski - "radioaktive Strahlung" geistert wohl offensichtlich so falsch durch die Meldungen wie "Atomkraftwerk". Das kommt davon, wenn Unwissende am Machthebel sitzen und Einfluss auf uns und die Berichterstattung nehmen. Es wird dann in der Fülle der Nachrichten überlesen oder übersehen. Und doch bleibt es irgendwo haften. Das sollte es in der Tat nicht. Danke! Gudrun Seidl