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Forscher entwickeln kostengünstige Solarzellen
Neuartiges Halbleiter-Material soll Silicium-Solarzellen ersetzen

 

Jena (pte, 4. April 01/15:09) - Eine Gruppe von Forschern der Friedrich-Schiller-Universität Jena http://www.physik.uni-jena.de  und der Technischen Universität Ilmenau http://www.TU-ilmenau.de  arbeitet derzeit an der Herstellung einer kostengünstigen Alternative zu herkömmlichen Solarzellen auf Silizium-Basis. Wie der Jenaer Physiker Wolfgang Witthuhn gegenüber pressetext.deutschland sagte, versprechen Beschichtungen von Ziegeln mit Kupfer-Indium-Schwefel- Halbleitern erhebliche Kostenvorteile. "Das ist ein Material, das eigentlich uralt ist, aber derzeit wieder eine Renaissance erlebt." Die Verbindung soll auf die Ziegel aufgedampft werden und damit wesentlich preiswerter und umweltfreundlicher als herkömmliche Silizium-Zellen sein, die aufwendige Reinigungs- und Herstellungsverfahren erfordern. Außerdem sind die Silizium-Zellen hundertmal dicker als die neuartige, nur wenige Mikrometer starke Schicht.


Probleme mit den neuen Solarzellen gibt es, weil sie noch mit einer leitenden Metallschicht verbunden und die Oberfläche durch eine durchsichtige Metalloxid-Schicht gegen Unwelteinflüsse versiegelt werden müssen.
Der Sprung vom Halbleiter zu Photovoltaik-Typen in der Massenproduktion steht somit noch aus. Trotzdem haben schon einige mittelständische Thüringer Firmen ihr Interesse bekundet.


Witthuhn erhofft sich nun noch einmal eine Förderung seiner Forschungsarbeit. "Die Japaner und die USA steigen in den Markt der alternativen Energieerzeugung ein und Europa muss zusehen, dass es nicht den Anschluss verliert."